Männerfreizeit
6.-9. November 2025
Wir Mannsbilder …
Manchmal ist es schon zum Verzweifeln. Wir jagen irgendwelchen Idealen nach, kommen ihnen nicht hinterher und meinen dennoch, dass sie so wichtig sind, dass wir dafür über Leichen gehen. Das Alte Testament hält uns einen Spiegel vor und beschreibt Typen mit ihren Geschichten von Scheitern, von so manchen Blessuren und einem dennoch gesegneten Leben.

Dr. Jörg Barthel, der immer mal wieder Referent bei den Männerfreizeiten war, wird uns unterschiedliche Männer-Typen des AT vorstellen. Wir freuen uns auf die Begegnung und auf die Spurensuche, inwieweit sie uns helfen, mit unseren Vorstellungen vom Mann-Sein klar zu kommen. In diesem Jahr erkunden wir für unsere Männerfreizeit eine neue Ecke. In der Nähe von Rottenburg sind wir im Tagungszentrum der Liebfrauenhöhe untergebracht.
Wir werden die Gegend auch zu Fuß entdecken, herbstliches Wetter, Natur und Gemeinschaft genießen.
Kosten: 373,73 €
Anmeldung:
Hier beim Bildungswerk
der EmK.
Flyer als PDF-Download.
Programm
Donnerstag, 6. November:
Anreise bis 18.00 Uhr
18.00 Uhr Abendessen
Ankomm- und Kennenlernabend
Freitag, 7. November:
Vormittag:
Kain und Abel: Vom Umgang mit Zurücksetzung (1. Mose 4,1-16).
Die Zurücksetzung hinter Abel stürzt Kain in eine tiefe Krise: Er senkt den Blick, schämt sich und wird bereit zur Gewalt. Gott greift ein wie ein Coach, der den Zusammenhang von Scham und Gewalt präventiv unterbinden will, aber von Kain ignoriert wird. »Sünde« ist kein Automatismus, sondern die »Verschiebung von Scham in Schuld« (Klaas Huizing).
Nachmittag:
Jakob und Esau: Von Betrug und Versöhnung (1. Mose 28,10-22; 32,23-33 + 33,1-11).
Der schlaue Jakob überlistet seinen unkultivierten Bruder. Aber er muss erfahren, wie er als Betrüger selber betrogen wird. Erst die Begegnung mit der dunklen Seite Gottes und die Einsicht in die eigene Schwäche ermöglicht es ihm, sich mit seinem Bruder zu versöhnen, indem er Gottes Antlitz im Antlitz des Bruders erkennt.
Abend:
Jeftah: Zu allem bereit (Richter 11).
Der in schwierigen Verhältnissen aufgewachsene Jeftah ist der geborene Draufgänger. Er setzt alles auf eine Karte – und verliert (die Tochter), indem er gewinnt (den Krieg). Welcher Zwang treibt Jeftah dazu, seine Tochter zu opfern? Ist Jeftah Vorbild der Glaubenstreue (Hebräer 11) oder ein Frevler, der sich über das Verbot des Menschenopfers hinwegsetzt (so die jüdische Auslegung)?
Samstag, 8. November
Vormittag:
Kohelet: Der skeptische Mann.
Der »Prediger Salomo« (Kohelet) ist alles andere als ein Prediger. Er ist ein skeptischer Mann, der über die aus der griechischen Philosophie bekannte Frage nach dem Glück des Menschen nachdenkt. Seine Antwort: Weder Reichtum oder Bildung noch Nachruhm oder rastlose Arbeit machen glücklich. Das Glück ist eine kostbare, zerbrechliche Gabe, die aus Gottes Hand kommt.
Nachmittag:
Wanderung und Besuch eines Nahwärmenetzes
Abend:
Gemütlicher Ausklang in gemeinschaftlicher Runde
Sonntag, 9. November
Vormittag:
Gottesdienst und Rückblick auf das lange Wochenende
Abreise nach dem Mittagessen